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Knüppel aus dem Sack:-)

Ein Modellhubschrauber wird über 4 Funktionen gesteuert. Dabei handelt es sich um die Funktionen;

* Pitch
* Heck
* Nick
* Roll

Was z.B. genau und im einzelnen passiert, wenn man z.B. den Nickknüppel betätigt, oder auch einen anderen Knüppel, das hängt von dem jeweiligen Modell ab. Also nochmal; wir reden hier von Funktionen, und zwar von 4 Funktionen. Im einfachsten Fall ist jede Funktion auch nur auf einem Empfängerausgang vorhanden. Oft werden Funktionen aber auch gemischt. So wird die Pitchfunktion, die bei einem einfachen drehzahlgesteuerten Hubschrauber lediglich auf einen Kanal wirkt, und zwar auf den Motorkanal, in dem dort die Drehzahl verändert wird, weil mit der Drehzahl die Funktion "Pitch" simuliert werden kann. Denn einfache Modellhubschrauber können den Pitch (Anstellwinkel der Rotorblätter) gar nicht verändern. Dies ist aber eigentlich nötig, um die Höhe verändern zu können. Dazu ist aber eine nicht unerhebliche Mechanik nötig. Diese KANN man sich sparen, und stattdesen die Drehzahl verändert. Damit kann auch die Höhe des Modellhubschraubers verändert werden, denn es wird ja der Schub verändert, der sonst mit einer Pitchverstellung realisiert wird. In der Praxis funktioniert jedoch nur eine echte Pitchverstellung wirklich gut.

Wieder andere Modelle steuern beim betätigen des Pitchknüppels z.B. 3 Servos gleichzeitig an.

Von der Reaktion des Modellhubschraubers her, also die Wirkung der Knüppelbewegung auf das Modell, die ist bei allen Modellhubschraubern gleich, egal ob es sich um einen kleinen Lama Doppelrotor, oder um einen großen Logo 600 - 3D Heli handelt.

Am 14.06.2007 fragt Dieter aus Bremen;
>Auf jeden Fall möchte ich bei 4-Kanal bleiben; alles andere
>wird dann doch zunächst "zu hoch" für mich sein. Ich bin ja froh
>das ich mit meinem kleinen Lama zurecht komme.

Jürgen;
Grundsätzlich wird jeder Modellhubschrauber (Spielzeug ausgenommen) über 4 Kanäle = 4 Funktionen gesteuert. Auch dein Lama. Lediglich werden bei höherwertigen Modellen 1 oder 2 zusätzliche Kanäle benötigt. Die must du aber nicht steuern. Du kümmerst dich immer nur um die beiden Knüppel mit Ihren 2 x 2 Funktionen. Alles andere wird üblicherweise vom Sender vollautomatisch zusammengemischt, und im Modell auf die jeweiligen Servos verteilt.

Beispiel; wenn du bei einem Modellhubschrauber mit einer elektronischen Taumelscheibenmischung (z.B. Spirit oder Logo 10, und viele andere) die Nick Funktion betätigt, so ist das am Sender nur eine Knüppelbewegung, der Sender macht daraus aber je nach Modell 3 Funktionen. Im Modell werden also 3 Servos betätigt. Dir ist das egal, du steuerst "einfach" nur Nick. So wie du beim Autofahren, z.B. wenn du morgens zur Arbeit fährt, auch "einfach" nur lenkst, und "schaltest", ohne nun genau zu wissen, was da exakt im einzelnen im Lenkgetriebe, oder im Schaltgetriebe denn nun passiert.

Am 19.07.2007 fragt Thomas aus Rosbach auch zu diesem Thema;
>Ist es denn bei den mit echtem Pitch zu steuernden Modellen so,
>daß man mit einem extra Regler die Motordrehzahl einstellt und
>dann mit Pitch geben undziehen die Höhe steuert?

Jürgen;
Grundsätzlich ja, es ändert sich aber ansich nix. Beim Lama gibt du "Pitch". Die Reaktion von Pitch geben (Knüppel betätigen) ist, das der Heli steigt. WIE das technisch realisiert wird, da gibts halt verschiedene Möglichkeiten. Beim Lama macht man es sich (mechanisch) ganz einfach, indem man Fixpitch Blätter verwendet, und mittels verändern der Drehzahl die Funktion "Pitch" realisiert.

Einen Schritt weiter geht man beim "Standard-Hubschrauber". Hier wirkt der Pitchknüppel nicht nur auf eine Funktion, sondern min. auf 2, nämlich auf das Pitch Servo (wenn nur ein Servo = H1 Taumelscheibe, verwendet wird), und auf den Regler, also auf die Motorelektronik. Wird nun "Pitch" gegeben, wird der Anstellwinkeln der Rotorblätter verändert (gösser/kleiner), und gleichzeitig wird im richtigen Verhältnis das Gas zugemischt, so das über den zu verwendeden Pitchweg (z.B. -2 bis + 10 Grad) möglichst eine konstante Rotordrehzahl ergibt. Damit das in der Praxis einigermassen
klappt, kann man dann im Sender die Gas bzw. Pitchkurve einstellen.

Noch einen Schrit weiter geht man beim Taumelscheiben-Mischprogramm, also bei einem Hubschrauber, wo Pitch (also nur Pitch, nicht Gas) nicht über ein Servo, sondern über z.B. 3 Taumelscheibenservos gesteuert wird. Hier wirkt die Pitchfunktion (Knüppel betätigen) auf bis zu 5 Funktionen !!! Alleine 3 Funktionen (= 3 Servos) werden gleichzeitig betätigt, um die Taumelscheibe anzuheben, also den Anstellwinkel der Hauptrotorblätter des Modellhubschraubers zu vergrössern (beim Pitch geben). Gleichzeitig wird (könnte) eine 4. Funktion betätigt, nämlich wie eben auch beschrieben, Gas, was ja auch "mitgenommen" werden muss. Eine 5. Funktion wird manchmal auch noch gleichzeitig betätigt, weil einfache Kreiselsysteme eine kleine zusätzliche Unterstützung benötigen. Beim starken Pitchgeben (starkes steigen) ist es ja so, das dann der Modellhubschrauber ein besonders starkes Gegendrehmoment entgegen der Hauptrotordrehrichtung aufbaut. Dieses muss ja mit dem Heckrotor (falls kein Doppelrotor) ausgeglichen werden. Da dies "billige" Kreisel oft nicht alleine schaffen, wird die Kreiselfunktion zusätzlich "etwas mitgenommen",
um so den Kreisel zu entlasten.

Ein erfahrener Pilot wird übrigens oftmals den Wunsch haben, das Gas nicht über eine Gaskurve zu steuern, sondern über einen separaten Gas Kanal. Dieser wird am Sender mittels Schalter, Drehregler oder Schieberegler realisiert. Auch beim Schalter kann man die gewünschte Drehzahl im Sender programmieren. Der Regler bekommt jetzt also keine von der Pitchstellung her abhängige (Gas) Information mehr, sondern einen festen Gaswert. Rein technisch handelt es sich also um einen festen Wert von Puls/Pause. Der Regler kümmert sich nun alleine um die konstante Drehzahl des Motors und damit des Rotors. Bei Belastung bekommt der Motor autom. mehr Spannung, und auch ein absacken der Akkuspannung wird vom Regler selber ausgegleicht. Somit hat man über die gesamte Flugzeit eine konstante Rotordrehzahl, egal wieviel Leistung benötigt wird, oder ob der Akku grade pickevoll oder schon fast leer ist. Ein Sanftanlauf im Regler sorgt üblicherweises beim einschalten auch per Schalter für ein sanftes Hochlaufen bis zur Wunschdrehzahl. Diese Art wird als echte Drehzahlregelung bezeichnet, und erfordert auch einen echten Drehzahlregler, also eine Motorelektronik, die das auch kann. Brushless Regler können dies nahezu fast immer von Hause aus, bei Bürstenreglern (eigentlich Steller) ist nur nur mit nicht unerheblichem technischen Aufwand möglich, so das es praktisch nie realisiert wird, obwohl ich als Techniker/Elektroniker natürlich weiss, das es gar nicht so schwierig wäre, auch bei so einfachen Stellern die Drehzahl konstant zu halten.

Grüße
Jürgen

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